Hoher Preis für den Sieg

Ihr habt ja recht, es wird mal wieder Zeit für einen Bericht. Obwohl bisher noch keiner etwas gesagt hat, spüre ich einen stillen Vorwurf 🙂

Zu berichten, gibt es ja nun auch einiges.

Nach dem mäßigen Punktspiel gegen Ingeln folgte ein wesentlich besseres gegen Schulenburg/Jeinsen, das wir dann auch verdient mit 7:1 gewonnen haben. Man hatte das Gefühl, dass das Zusammenspiel langsam harmonischer wird.

Die nächste Niederlage mussten wir dann allerdings im Pokal gegen Pattensen einstecken. Ich war zwar persönlich nicht dabei, habe mir aber sagen lassen, dass die Pattenser einfach besser waren und die Niederlage somit auch gerechtfertigt war.

Ein denkwürdiges Spiel haben wir aber nun am Freitag in Bolzum-Wehmingen erleben müssen. Das Gute vorweg: Wir haben 4:1 gewonnen. Der Preis für diesen Sieg war allerdings viel zu hoch. Es gibt ja leider immer wieder ein paar Unverbesserliche, die noch nicht realisiert haben, dass wir Alt-Alt-Herren spielen und dass hierbei im Vordergrund steht, sich zu bewegen und Spaß zu haben. Dass beim Fußball auch körperlich gespielt wird und Fouls ebenfalls unvermeidbar sind, wissen wir ja alle; auch dass Verletzungen hierbei nicht auszuschließen sind. Aber es ist nun mal nicht erforderlich bei nahezu 80% der Zweikämpfe nicht nur den Ball sondern auch bzw. nur den Gegner zu treffen. So einen Gegenspieler hat Rene erwischt. Wie ich gerade erfahren habe „nur“ eine starke Bänderdehnung. Dass diese genauso schmerzhaft und unangenehm, wie ein Riss ist, wissen wir alle.

Noch schlimmer hat es leider Kai erwischt. Was einen Spieler antreibt, 5 Minuten vor Spielende beim Stand von 1:4 in Höhe der Mittellinie eine Grätsche anzusetzen, die einen Wadenbeinbruch verursacht und sämtliche Bandstrukturen im Sprunggelenk zerstört, ist mir einfach nicht begreiflich zu machen. Vielleicht liegt es an meinem schlichten Gemüt. Aber ich verstehe es nicht.

Der allseits bekannte bolzumer Topschiedsrichter, Mister „Ich habe schon in ganz anderen Ligen gepfiffen“, hat das Seinige zur Eskalation des Spiels beigetragen. Dass der sehr „speziell“ ist, hört man ja sogar aus den Reihen der Bolzumer. Minimalberührungen werden gepfiffen, schwere Fouls nur gelegentlich. Dann auch noch die theatralischen Ansprachen, bei der kleinsten kritischen Anmerkung…

Okay, wir alle wissen, dass man als Schiedsrichter nicht alles sehen kann und gern zum Sündenbock gemacht wird. Insofern muss man auch über das ein oder andere hinweg sehen können. Was aber überhaupt gar nicht geht, ist einen Spieler, der gerade auf’s Übelste gefoult wurde und schwer verletzt schreiend am Boden liegt, als Schauspieler zu bezeichnen. So eine Pfeife, das sage ich als Privatperson und nicht als FC Rethen, sollte m. E. nie wieder irgend ein Spiel pfeifen. Auf derartige Erfahrungen in hohen Ligen kann man getrost verzichten.

Auch an dieser Stelle nochmal:

Alles Gute, beste Genesung an Kai und Rene. Kommt so schnell wie möglich wieder auf die Beine.

Möge uns das Verletzungspech nun verlassen.

B-Man